Bettina Reitner

Das Leben ist ein Experiment. Lass dich vom Zufall leiten.


Ich arbeite grundsätzlich  abstrakt mit Acryl und den verschiedensten Materialien: Kreiden, Steinmehle, Asche, Sand, Wachs, Beizen, Bitumen, Lacke, Kaffee, Moorlauge, Baumaterialien, Pigmente, Tuschen, …  

Jedes dieser Materialien hat seinen eigenen Reiz und persönlich finde ich haptische Bilder am Faszinierendsten. 
Teilweise sind die Werke auf Holzkörper aufgezogen, auf Platten gefertigt, gerahmte Graupappen oder der Keilrahmen steht für sich, den jeweiligen Emotionen und Vorstellungen entsprechend. Ein zentraler Kern meiner Kreativität ist die Freude am Experiment, zufälliges aufzugreifen und zu verändern bis ein für mich stimmiges Bild entsteht.

Nach meinem Ökologiestudium und einem wissenschaftlichem Werdegang, führte mich der Weg 2013 zurück in den Kreativbereich. Nachdem ich autodidaktisch begonnen habe, folgten technische Weiterbildungsseminare  bei verschiedensten Künstlern und mit diesem technischen Rüstzeug lassen sich nun Visionen, Stimmungen und Energien besser sichtbar umsetzen.

In der letzten Zeit spielt der kontemplative, japanische Wabi-Sabi Gedanke eine immer größere Rolle in meinen Werken.
Wabi-Sabi ist eine für Europäer schwer zu beschreibende Geisteshaltung, die den einfachen Dingen inne wohnt und wurde in Japan über Jahrhunderte in Zusammenhang mit der Teetradition und der Dichtkunst entwickelt. Es gibt eine stoffliche, aber auch geistige Komponente.

Beschreibende Zitate zu Wabi-Sabi:
„Wenn ein Objekt oder ein Ausdruck in uns ein Gefühl der tiefen Melancholie und eines spirituellen Sehnens hervorruft.“ (Andrew Juniper)
„Nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt.“ (Richard R. Powell)
„Dinge gehen ins Nichts über oder entwickeln sich aus dem Nichts.“ (Leonard Koren)
„Es bezeichnet die Schönheit anspruchsloser und schlichter Dinge; die Schönheit unvollkommener Dinge. Die Größe findet sich in den unscheinbaren und leicht übersehbaren Details. Schönheit kann aus der Hässlichkeit hervorgelockt werden“ (Leonard Koren)
„Es ist die Akzeptanz und Kontemplation der Unvollkommenheit, des ständigen Flusses und der Impermanenz.“ (Leonard Koren)